Alkohol und Glück (neurobiologisch betrachtet): Das AF-Tagebuch, Teil 6

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Der Konsum von Alkohol – genauer gesagt Ethanol – führt zur Ausschüttung von Glückshormonen, vor allem des Botenstoffes Dopamin. Glückshormone haben evolutionär den Sinn, Verhalten zu „belohnen“, das der Arterhaltung dient. Durch bestimmte Substanzen wie Alkohol, Kokain, MDMA, Heroin wird ihre Ausschüttung künstlich stimuliert bzw. gesteigert. Deshalb fühlt sich das Trinken zunächst sehr gut an. Da unser Stoffwechsel aber immer einen Zustand der Homöostase, also der Ausgeglichenheit, anstrebt, reagiert er auf die künstliche Stimulation der Hormonausschüttung mit dem Zurückfahren der natürlichen Produktion. Das bedeutet, dass regelmäßiger Alkoholkonsum dazu führt, dass der natürliche Level an Glückshormonen, die im System zirkulieren, abnimmt. Nach dem Rausch werden mehr Glückshormone abgebaut, als ausgeschüttet wurden – neben anderen körperlichen Auswirkungen von Alkohol der Grund für das Katergefühl und den Wunsch nach erneuter Stimulation. Wer also trinkt, um Anspannung, Ängste, bedrückte Stimmung loszuwerden, begibt sich in einen Teufelskreis. Gewöhnt sich das Gehirn an die künstliche Stimulation, ‚verlernt‘ es, auf weniger starke Reize mit angenehmen Gefühlen zu reagieren. Was einem früher Freude gemacht hat, wird reizlos. Dieser Mechanismus kehrt sich allerdings wieder um, wenn man aufhört zu trinken. Wer alkoholfrei lebt, lebt also nicht nur allgemein gesünder, sondern tatsächlich glücklicher.

Das AF-Tagebuch, Teil 7: Alkohol und Glück (spirituell betrachtet)
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