Happy Dog

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Hund in einem thailändischen Tempeleingang, Kho Chang

Hunde in thailändischen Tempeln haben es gut.

In fast jedem Tempeleingang liegt auf der Fußmatte zusammengerollt ein Hund. Wenn es ihm zu heiß wird, sucht er sich ein Plätzchen im Schatten. Irgendjemand füttert ihn. Ich denke: in meinem nächsten Leben möchte ich ein Tempelhund sein. Eigentlich möchte ich nicht bis zum nächsten Leben warten. Es scheint mir ein so friedliches und glückliches Leben. Ein unendliches Leben. Diese Hunde wissen nichts vom Geborenwerden, nichts vom Sterben. Sie kennen das quälende Kreisen der Gedanken nicht, die immer gleichen und nie zu beantwortenden Fragen: Warum bin ich hier? Wie soll ich leben? Wenn es doch alles sein könnte, gelegentlich den Kopf zu heben und in die Sonne zu blinzeln. Dem sanften Gemurmel der Mönche zu lauschen, dem leisen Klingeln der Glöckchen, die ringsum in den Bäumen hängen. Den Stimmen der Familien, die kommen, um Opfergaben zu bringen, in Zellophan gepackte Plastikeimer, gefüllt mit Wasserflaschen und Klopapier. Sich vor den goldenen Buddha-Statuen verneigen, Kerzen anzünden. Die Hunde nehmen das hin. Es kümmert sie nicht. Auch von Erlösung wissen sie nichts.

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